Tips zum Gießen, Werkzeuge u.v.m.
Einleitung zu den Tips
Weil ich doch einiges mit den enormen Möglichkeiten der Gießtechniken vorhabe und mache, möchte ich allen die daran interessiert sind, ein paar Tips geben.
Aus meinen Erfahrungen - speziell im Modellbau - wurde erkenntlich, dass vieles was nicht sofort klappt, gleich in die Ecke geschmissen und vergessen wird.
Um solche Situationen oder Frusterlebnisse zu minimieren bzw. zu vermeiden, habe ich themenbasierte Seiten entworfen, die ich dann hier einstellen möchte.
Halt je nachdem, woran ich gerade arbeite.
Der Bereich "Künstlerische Gestaltung" war und ist mir selbst noch neu und ich gebe zu, dass ich mich auch hier noch im Anfängerstadium befinde. Trotzdem war es mir möglich, Arbeitsweisen usw. herauszufinden, deren Anwendung(en) für mich sehr praktisch sind und die ich auch allen zur Verfügung stelle, die sich für diese Themen interessieren und vielleicht auch damit arbeiten wollen.
Übrigens sind mir anfangs sehr viele "PPn´s" (Peinliche Pannen) passiert, die ich nach und nach ausmerzen konnte. Zm Glück bin ich Modellbauer und "um die Ecke denken" fällt mir nicht schwer, sodass ich immer wieder die passenden Möglichkeiten gefunden habe.
Doch zunächst mal die Materialanforderungen (Anwendungen):
Benötigte Materialien zum Gießen
- Arbeitsmittel:
- Gummihandschuhe (wichtig für´s Gießen, denn es klebt fast alles)
- Schutzbrille
- Isopropyl-Alkohol (reinigt Formen, Pinsel, Platinen, HÄNDE u. v. m.)
- Lappen und Küchentücher
- Ebene Arbeitsfläche
- Abdeckung für Arbeitsfläche (Silikonmatten o. ä.)
- Gute Arbeitsplatzbe- und ausleuchtung
- Spatel(n), Spachtel(n), verschiedene Pinsel
- Skalpelle und/oder Cuttermesser
- Vorbereitung für Silikonformen und Epoxidharz-Guß:
- Kleine Waage (zum Dosieren, möglichst mit 1g-Teilung)
- Kleine Wasserwaage oder Libellen
- Unterleger zum Ausgleichen
- Motive
Vorlagenerstellung allgemein
Zunächst sollte man sich überlegen, von was man Abdrücke und Güsse machen möchte.
Ich habe u. a. einige meiner Vorlagen mit dem 3D-Drucker erstellt, um zu sehen, wie sich die Ergebnisse insgesamt verwenden lassen.
Doch zunächst mal zum Abform-Silikon der Franken Group, das ich auch selbst verwende:
Will man eigene Abdrücke erstellen, sollte man sich vorher geeignete (saubere!) Behälter für die Originale suchen. Um einen übermäßigen Verbrauch von Abformsilikon zu vermeiden, empfehle ich hier Behältergrößen, in denen die Originale gerade Platz haben!
Die Vorgehensweise/Anmischung siehe hier.
Wichtig:
Sowohl Abformsilikon als auch andere Gießmedien verlaufen teilweise sehr langsam. Deshalb vor und auch nach dem Guß kontrollieren ob die Formen eben auf der Arbeitsfläche liegen und die Masse gleichmäßig verläuft.
Mit einer Wasserwaage oder Libelle lässt sich vor dem Guß die Neigung der Form schnell feststellen. Bei einer "Schieflage" gleichen diese dann dünne Unterleger aus. Ich verwende bspw. kleine Metallplättchen für Magnete, Platinenreste, notfalls auch Spatelstücke oder das, was ich gerade erwische und dünn und flach ist.
Danach sollte man den Guß immer wieder überprüfen und ggfs. zusätzlich unterlegen, wenn die Masse in eine Richtung verläuft und überzulaufen droht. Das gilt speziell für die Anfertigung von ebenen Teilen, wie z. B. Tabletts, Untersetzer usw.
Hier die Schritte für die Anwendung von Abformsilikon:
1. Abdruckform (Behälter) vorbereiten und das gewünschte Objekt auf den Boden legen
2. Silikon laut Anleitung mischen und anrühren (dabei mindestens 3 - 5 Minuten mischen bis keine Schlieren mehr vorhanden sind)
3. Vorsichtig mit Silikon auffüllen, bis das Original ca. 1 cm überdeckt ist.
4. Tropfendes Silikon mit dem Anrührspatel, Pinsel o. ä. abwischen.
5. Trocknen lassen (wie in der Anleitung). Ich gebe aber gerne 1 - 2 Stunden dazu oder lasse es oft auch über Nacht trocknen.
6. Nach dem Trocknen die Abdruckform vorsichtig entfernen. Sollte sie sich nicht herauslösen lassen, hilft oft ein spitzer Gegenstand oder auch ein flacher Schraubendreher.
7. Beim Entformen evtl. auf der Bodenseite des Originals untergelaufenes Silikon mit einem Skalpell oder scharfem Messer abtrennen und entfernen.
Gelegentlich musste ich aber auch zum Entnehmen der Abdruckform den Behälter kaputt machen. Meistens habe ich deshalb Joghurtbecher u. dergl. verwendet.
Zu Punkt 3: Eventuelle Luftblasen lassen sich durch leichtes Klopfen der Form auf die Arbeitsfläche entfernen. Bei größeren Blasen hilft es auch, diese mit einer Nadel o. ä. aufzustechen! Funktioniert aber nicht bei getrocknetem Silikon!
Sollte noch was unklar sein, versuche ich gerne zu helfen. Bitte als Betreff "Silikonformen" eintragen.